Folge 16 - Longevity?
Ein langes Leben nicht mehr begehren als ein kurzes? Ignatius von Loyola (1491–1556), Gründer des Jesuitenordens, formulierte vor fast 500 Jahren im „Prinzip und Fundament“ seines Exerzitienbuchs eine Haltung, die der heutigen Langlebigkeits-Bewegung direkt gegenübersteht: die Indifferenz. Während US-Unternehmer wie Bryan Johnson mit Millionenaufwand das Projekt „Don’t Die“ vorantreiben und Biologinnen wie Nina Ruge Wege zur biologischen Verjüngung aufzeigen, fordert der historische Text eine bewusste Gleichmütigkeit gegenüber Gesundheit und Krankheit.
Christian & Christian gehen mit Euch in dieser Folge auf Spurensuche: Was hat diese ignatianische Weisheit einer Gesellschaft zu sagen, die zwischen Biohacking und den Lebensgewohnheiten der weltweiten „Blue Zones“ nach maximaler Gesundheit sucht? Wo verläuft die Grenze zwischen der verantwortungsvollen Sorge um den eigenen Körper als „Tempel des Heiligen Geistes“ und einer Optimierung, die Krankheit zur persönlichen Schuld erklärt? Und was meint die christliche Tradition eigentlich genau, wenn sie von einem „ewigen Leben“ spricht, das nicht unendlich lang, sondern von einer ganz anderen Qualität ist? Ein gesegnetes Hörerlebnis wünschen wir Euch! Dir gefällt unser Podcast? Dann abonniere Zeiten des Aufatmens, lass uns eine Bewertung da und teile diese Folge mit Menschen, die heute ein wenig ignatianische Gelassenheit gebrauchen können. Wir freuen uns über deine Gedanken und dein Feedback!
P. Christian Modemann SJ