Geduld mit sich selbst haben - One Minute Homily
Manchmal wünscht sich Dag Heinrichowski SJ, schlechte Angewohnheiten einfach aus seinem Leben zu streichen – aber ist das wirklich der beste Weg? Jesus erzählt von einem Feigenbaum, der keine Frucht bringt und deswegen umgehauen werden soll. Doch der Gärtner bittet um Geduld, um den Boden umzugraben und dem Baum eine Chance zu geben. Ein Bild, das Mut macht: Veränderung braucht Zeit und Mühe.
Website: https://jesuiten.org/
weitere Beiträge
Gut gemeint - aber nicht genug
Fabian Retschke SJ zeigt, wie gut gemeinte Ratschläge manchmal am Wesentlichen vorbeigehen. Petrus will Jesus vor Gefahr schützen, was nachvollziehbar ist, aber nicht zu Jesu Weg passt. Freundschaft bedeutet nicht, fertige Lösungen zu liefern, sondern zuzuhören und den anderen auf seinem eigenen Weg zu begleiten. Mt 16, 21–27
Gerechtigkeit ohne Lärm - One Minute Homily
Matthias Rugel SJ stellt die Frage, ob Jesus der wiedergeborene Elias ist – und zeigt, wie beide in Krisen geraten. Elias kämpft für Gott, wird dabei aber gewalttätig und stürzt in eine Depression. Erst als er erfährt, dass Gott ohne Gewalt und ohne Lärm spricht, findet er zurück. Auch Jesus lebt unter dem Druck eines Mordkomplotts und fragt sich, ob ihn noch jemand versteht. Mt 16, 13–20
Ragebait-Content - One Minute Homily
Die Begegnung zwischen Jesus und der migrantischen Frau gehört zu den herausforderndsten Szenen der Bibel. Während sie Hilfe für ihre kranke Tochter sucht, wird sie von Jesus zuerst ignoriert, dann herabgewürdigt. Doch die Frau bleibt beharrlich. Die Szene zeigt für Fabian Retschke SJ, wie wichtig es ist, genau hinzusehen, wer übersehen wird – und wie Menschen trotz Grenzen und Hürden für ihre Würde eintreten. Mt 19, 16–22
Glaube oder Gewissheit? - One Minute Homily
Brauchen wir für alles immer eine rationale Erklärung? Nein, findet Pascal Meyer SJ. Denn sonst bliebe der Glaube auf der Strecke. Auch bei der biblischen Geschichte vom Sturm auf dem See geht es nicht um Beweise, sondern um das Zeichen Jesu: Gott geht uns in den Stürmen unseres Lebens entgegen. Denn Vertrauen trägt tiefer als jeder Beweis, findet Pater Meyer. Mt 14, 22–33
Wofür kämpfst du?
Ignatius erkannte in einer Krise, dass er für das Falsche gekämpft hat. Er fragte sich: Wofür setze ich eigentlich meine Kraft ein – und wie? Eine Frage, die auch wir uns stellen sollten, findet Patrick Zoll SJ. Denn sie hilft uns, dem eigenen Lebenssinn auf die Spur zu kommen. Mt 14, 13–21
Schatz mit Acker - One Minute Homily
Wenn Jesus vom Schatz im Acker spricht, ist das für Fabian Moos SJ ein Gleichnis für das Göttliche mitten in unserem Alltag: in unseren Mitmenschen, in der Schöpfung, im Unscheinbaren. Denn wer nur das Außergewöhnliche sucht, übersieht das Wertvolle im Alltäglichen. Vielleicht beginnt das Reich Gottes darin, die Welt neu zu sehen? Mt 13, 44–52
Geduld, die wachsen lässt
Perfektionismus und der Drang, alles sofort lösen zu wollen, bringen oft mehr Schaden als Nutzen. Denn Geduld ist ein Schlüssel zum Himmelreich. Das zeigt für Martin Schröder SJ das Gleichnis vom Weizen und Unkraut: Nicht vorschnell handeln, sondern wachsen lassen, bis die Zeit reif ist – um dem eigenen Leben Raum zu geben, sich zu entfalten. Mt 13, 24–43
Gelassen, weil Gott wirkt - One Minute Homily
Die Kirche kann noch so gut arbeiten – sie wird nie alle Menschen erreichen. Das ist keine Ausrede, sondern eine befreiende Einsicht, sagt Fabian Retschke SJ. Denn schon Jesus selbst hat erlebt, dass manche Menschen offen sind und andere nicht. Warum sollten wir als Kirche das besser hinbekommen? Wir geben unser Bestes – und Gott wirkt, wo er will. Mt 13, 1–23